Die Preisträger des artgrant Kunstpreises bis Dezember 2011

Björn Wallbaum *1978
“Mit leuchtend roten Pappscheiben hat der Künstler die weißen Wände verziert, rot wie die lachenden Lippen der Galeristinnen, rot wie die eleganten Schuhe der Sammlerinnen, rot wie die Ohren der Künstler, rot wie die erhitzten Gesichter der Auktionatoren und rot wie die kleinen, alles entscheidenden Klebepunkte neben den Bildern.” (Bernhart Schwenk, Pinakothek der Moderne, München)

Stefanie Kettel *1981
“In einigen der Gemälde und Collagen von Stefanie Kettel wird das Genre der Landschaftsmalerei aufgegriffen. Mit ihrer Darstellung der Natur schafft eine ganz eigene Welt mit einer verstörenden und geheimnisvollen Atmosphäre…Es ist das Nirgendwo der Szene, das diese Bilder so seltsam und unheimlich erscheinen lassen.” (Bernd Reiß, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main)

Clea Stracke & Verena Seibt *1982 / *1980
“Stets gibt es einen Drall zur heiteren Ironie in den Arbeiten von Clea und Verena, schon zu Akademiezeiten. Von The show must go on (2006) bis Und das Schiff fährt (2009) kommentieren sie die Eitelkeit und Isolation von zeitgenössischer Kunst und deren Institutionen – und das mit unterhaltsamer Munterkeit, bei der ein bemerkenswerter Sinn für kniffliges Detail mit dem der großen Monumentalität gepaart ist. Es ist eine Herausforderung den zündenden Funken und den Enthusiasmus der Arbeiten, die während der Studienzeit entstanden sind, im künstlerischen Berufsleben fortzuführen, und es ist allemal interessant zu sehen, wie sich die künstlerische Arbeit entwickelt und verändert.” (Pavel Vančat, Kurator)

Antje Engelmann *1980
Ihr Werk ist eine kritische Selbstinszenierung als Ganzes. Die Video & Konzeptkünstlerin öffnet privates Foto- und Videomaterial zum Hinterfragen durch die Öffentlichkeit. Der Betrachter erlebt eine Suche nach Authentizität. Antje Engelmann ergründet das familiäre Gedächtnis im einzelnen und die Erinnerungskultur und das Geschichtsbewusstsein im Ganzen.

Sabine Rak *1984
“Ein undefinierter Raum. Was ist dieser Boden, in Realität übersetzt? Ist er Beton? Die Ölfarbe macht ihn ja nicht gerade realer.
Ist der Raum den ich vorfinde, ein Wohnraum? Er muss ein Fabrikraum oder Ähnliches sein…”

Dana Lürken *1977
Installation & Happening “Hype Me”: Zigtausende Zündhölzer, deren rote Köpfchen dem Betrachter brandgefährlich entgegenleuchten, formen die Buchstaben dieses Werbe-Menetekels. Die ironische Selbstvermarktungsstrategie der Künstlerin entlarvt mit ihrer Arbeit den Kunstbetrieb als Showbusiness. Am Ende der Ausstellung in der Münchner Akademie der Bildenden Künste fackelt Dana Lürken ihre Streichholzschrift vor dem Publikum ab. “Hype Me” wird gescheitert.

Sandro Porcu *1966
Der freischaffende Künstler studierte an der Abendakademie, Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Leipzig und 
lebt in Leipzig. 
Die Jury würdigte den Künstler als brillanten Bildhauer, der mit seiner Kunst kontroverse gesellschaftspolitische Themen auf eine humorvolle und sinnliche Art und Weise vermittelt. Sandro Porcu erhält ein Arbeitsstipendium.

Katharina Meister *1981
Mit ihren sensiblen und “fabelhaften” Zeichnungen, Collagen und Installationen überzeugte die Künstlerin die Jury auch in inhaltlicher Hinsicht. Eines ihrer philosophischen Themen ist die Zeit. Katharina Meister erhält ein Nachwuchsstipendium.

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