Clea Stracke & Verena Seibt *1982 / *1980
Clea Stracke und Verena Seibt verstehen ihre künstlerische Arbeit als eine Arbeit an Orten: als eine Forschung, die an realen (städtischen, sozialen, architektonischen oder institutionellen) Räumen ansetzt und die verschütteten Wahrheiten dieser Räume zum Vorschein bringt. Dabei erkunden die Künstlerinnen die Bruchstellen der Wirklichkeit, die Punkte, an denen eine subtile Veränderung der Welt den Blick auf diese Welt schärft.
Zur Ausstellungsreihe Die ersten Jahre der Professionalität hinterfragen Clea Stracke & Verena Seibt das gesellschaftliche System von Erfolg und Misserfolg, Glück und Pech, positiv und negativ. Ein übergroßes Siegerpodest dient hierbei als greifbare Form, als Manifestation eines Systems von Gewinnen und Verlieren – nicht aus mehr bestehend als aus zehn hölzernen, einseitig gelackten Einzelteilen. Im seinem dekonstruierten Zustand changiert das Podest zwischen Vergangenheit und Zukunft: So kann es als abgebaut, als abgespielt gelten. Oder es steht just nicht zusammengebaut im Lager und wartet auf seinen Auftritt.

"Die Konstruktion des Erfolges (Siegertreppe)", 2010, Rauminstallation / Skulptur, Holz lackiert, 10-teilig, max. 220 cm x 100 cm
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